Juneau
Ich und die Liebe

Ich weiß nicht, ob irgendjemand diesen Blog überhaupt noch kennt. Und vielleicht ist es sogar besser, wenn ihn keiner mehr kennt. Zwei Jahre sind denk ich lang genug, um ihn zu vergessen. Mein "alter" Blog ist leider irgendwie nicht funktionstüchtig und dementsprechend greif ich wieder auf den hier zurück.

Nun...fangen wir an darüber zu weinen, was mich momentan am meisten fertig macht - die Liebe.
Ich kenne da jemanden, die existiert in meinem Leben schon seit 7 Jahren. Unsere Freundschaft hat sich über die Jahre hin stark weiterentwickelt - bis zum heutigen Punkt, an dem wir beschlossen haben, zusammen zu ziehen, sobald wir das nötige Geld für die Kaution zusammenbekommen haben. Das freut mich wirklich riesig, dass sie diesen Schritt mit mir wagen möchte, denn...ich glaube, man könnte es als Liebe bezeichnen. Aber...eine besondere, krankhafte Art von Liebe. Ich war schon immer sehr besitzergreifend und ich entwickle sehr schnell Eifersucht und Neid. Hier ist das Problem - ich will sie für mich, für mich ganz allein und nur mit einer handvoll ausgewählten Leuten teilen. Mit Leuten, die täglich um mich herum sind und nichts mit ihr allein unternehmen würden. Ja, das ist krank. Denn mit ihrer Familie will ich ebenso wenig teilen. Ich will nicht, dass sie Freunde hat, die ich nicht kenne. Ich will nicht, dass sie irgendwelche Hobbies hat, die sie ohne mich austrägt. Und vor allem will ich eins nicht - dass sie traurig ist. So macht mich die momentane Situation einfach völlig fertig. Wir wollen so schnell es geht zusammen ziehen, aber der Kautionspreis macht uns einen Strich durch die Rechnung. Das heißt, sie muss nun eine ganze Weile in ihrer momentanen Wohnung versauern und allein bleiben, ehe wir zusammen ziehen können. Das macht sie momentan ziemlich fertig und mich ebenso. Ich möchte mit ihr Dinge unternehmen, mit ihr Spaß haben, RPG spielen, Animes gucken, fangirlen, neue Ideen entwickeln und von der Zukunft träumen. Aber das alles ist momentan einfach nicht möglich. Sie schaut wenn dann Animes ohne mich und Animes, die ich sowieso nicht gucken möchte. Und wenn sie davon ununterbrochen redet und ich das Gefühl kriege, ihre Aufmerksamkeit nicht für mich gewinnen zu können, dann leidet meine Laune darunter. Wir gehen uns also mit unseren Stimmungsschwankungen irgendwo gegenesitig auf den Geist. Und das Problem löst sich nicht einfach so mit nem Fingerschnips.
Es schmerzt zu sehen, wenn Skype mir sagt, dass sie offline gegangen ist, auch wenn ihr Internet sie oft rauswirft. Wenn sie länger als 2 Minuten offline ist, krieg ich Panikanfälle und glaube, dass sie wegen mir offline gegangen ist. So wie sie sich oft die Schuld dafür gibt, der Grund meiner Stimmungsschwankungen zu sein. Wir ecken momentan einfach furchtbar an und ich hoffe, dass sich das bald legt... Aber so schnell wird das wohl nicht passieren... Wieso kann das Leben nicht einfach mal aufhören, mich im Stich zu lassen...?

8.7.13 00:46
 


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